Ein Dorf in Slowenien

Studenice

Studenice ist ein kleines verschlafendes Dorf in der slowenischen Steiermark. Das Dorf besteht schon seit der Römerzeit, Reste römischer Straßen finden sich noch heute. Geschichtlich war der Bau des Klosters 1235  - 1249 ein Höhepunkt. Bauherrin des Klosters war Sophie Rochitsch. In der Pfarrkirche finden sich die sterblichen Überreste des Heiligen Fidelius.  
Im Hof des Klosters findet sich ein „Weier“ welcher durch die umliegenden Quellen gespeist wird, die für die Trinkwasserversorgung des gesamten Gebietes genutzt werden. 

Türken und aufständische Bauern haben im 16. Jahrhundert das damals reiche Kloster in Studenice heimgesucht, wobei sehr wahrscheinlich auch das Grab von Sophie Rochitsch geplündert wurde. Wo Sophie begraben war, ist jedoch heute nicht mehr bekannt.  

Das Kloster wurde im 16. Jahrhundert aufgegeben und wechselte bis in das 19. Jahrhundert mehrfach seinen Eigentümer. Im 19. Jahrhundert wurde der Klosterbetrieb wieder aufgenommen. Die Nonnen wurden jedoch im 2. Weltkrieg durch die deutschen Besatzungstruppen vertrieben und konnten erst nach Ende des Krieges wieder zurückkehren. Dies hielt jedoch nur bis 1949 als das Kloster wieder aufgelöst wurde. 

Seit dem steht das Kloster leer bzw. wurde bis in die 90er Jahre teilweise bewohnt. 
Das Kloster verfiel und war schon fast abrissreif. In den 90er Jahren begannen erste Maßnahmen zur Instandsetzung der Anlage, welche bis heute noch andauern. 
Aktuell ist das Kloster nicht bewohnt. 

Heute besteht das Dorf aus 55 Häusern und hat ca. 100 Einwohner, davon sind heute 7 Witwen. Mit Recht wird es noch heute häufig Witwendorf genannt. 

Studenice befindet sich zwischen den zwei Bergen Golnik und Boc. Aufgrund der geographischen Lage liegt es im Winter immer im Schatten der beiden Berge. In Studenice liegt häufig noch Schnee, während es in der Nachbarschaft bereits grün wird. 
Der Winter in Studenice ist aber dennoch schön.